Eine kurze Geschichte des Vivitar 135mm f/2.8 M42 Objektivs
Das Vivitar 135mm f/2.8 mit M42-Schraubfassung gehört zu einer goldenen Ära von Fremdhersteller-Objektiven, als optische Hersteller in Japan still und leise Gläser fertigten, die mit vielen Markenobjektiven konkurrieren konnten. Unter dem Namen Vivitar verkauft, wurde dieses kompakte Teleobjektiv für klassische analoge Kameras mit dem universellen M42-Anschluss gebaut, was es kompatibel mit Praktica, Pentax und vielen anderen Systemen seiner Zeit macht.
Verschiedene optische Hersteller produzierten das Objektiv im Laufe der Jahre für Vivitar, weshalb viele Fotografen heute noch gerne das Serienpräfix überprüfen, wenn sie nach den am höchsten bewerteten Versionen suchen. Trotz dieser Variationen blieb der Kernreiz derselbe: ein schnell genuges 135mm-Objektiv, das scharf, solide gebaut und überraschend erschwinglich war.
Ich bin zum ersten Mal auf ein Vivitar 135mm f/2.8 auf einem kleinen Flohmarkt gestoßen – staubig, mit Deckeln und halb unter einem Haufen Zoomobjektive versteckt. Einmal mit einem Adapter an einer spiegellosen Kamera montiert, zeigte die erste Testaufnahme diesen unverkennbaren Vintage-Charakter: sanfter Kontrast, weiches Bokeh und ein leicht leuchtender Look bei Offenblende, den moderne Gläser selten zeigen.
Technische Eigenschaften und Leistung in der Praxis
Verarbeitungsqualität und Handhabung
Dieses Vivitar 135mm f/2.8 ist ein klassisches, komplett aus Metall gefertigtes manuelles Objektiv mit einem langen, gut gedämpften Fokussierweg. Das haptische Gefühl ist eine seiner großen Stärken: Das Fokussieren ist bewusst und präzise, was es ideal für kontrollierte Porträt- oder Produktaufnahmen macht. Der Blendenring bietet typischerweise Klick-Stops von f/2.8 bis etwa f/22, was Ihnen viel Kontrolle über die Schärfentiefe gibt.
Optischer Charakter
Bei f/2.8 liefert das Objektiv einen weichen, verträumten Look mit geringerem Kontrast und einem subtilen Leuchten um Highlights – wunderbar für atmosphärische Porträts und Vintage-Video. Abgeblendet auf f/4 und darüber hinaus verbessert sich die Schärfe deutlich, besonders in der Bildmitte, während die Ecken weiter unten auf der Skala aufholen. Die 135mm Brennweite sorgt für natürliche Kompression, schmeichelt den Gesichtszügen und isoliert Ihr Motiv vor unscharfem Hintergrund.
Das Bokeh ist tendenziell weich und rund, besonders bei mittleren Entfernungen wie Laub oder Stadtlichtern. Die Kombination aus Brennweite und Blende macht dies zu einem kraftvollen, aber kompakten Teleobjektiv für Outdoor-Porträts, Details und spontane Straßenszenen aus der Entfernung.
Teleobjektiv-Kontrolle und Stabilität
Da 135mm kleine Bewegungen vergrößert, ist Stabilität beim Handhalten entscheidend, besonders bei hochauflösenden digitalen Sensoren. Die Kombination des Objektivs mit einem Kameragehäuse, das eine In-Body-Bildstabilisierung (IBIS) bietet, oder die Verwendung eines Stativs oder Einbeinstativs kann Ihre Ausbeute deutlich verbessern.
Wie das Vivitar 135mm in moderne kreative Arbeitsabläufe passt
Porträts, Details und Outdoor-Storytelling
Das Vivitar 135mm f/2.8 ist bei digitalen Fotografen, die moderne Schärfe mit analogem Charakter mischen möchten, zu einem Favoriten geworden. An Vollformatkameras glänzt es als kurzes Tele-Porträtobjektiv, das es Ihnen ermöglicht, in einem angenehmen Abstand zum Motiv zu arbeiten. An APS‑C-Gehäusen verhält es sich eher wie ein 200mm-Äquivalent, perfekt für komprimierte Landschaften, Detailaufnahmen und spontane Momente von der anderen Straßenseite.
Fotografen, die gerne gebrauchte Kameraobjektive erkunden, wählen dieses Vivitar oft als erstes Teleobjektiv mit Festbrennweite: Es ist schnell genug für Abendlicht und gleichzeitig klein genug, um den ganzen Tag in einer Schultertasche zu leben.
Vintage-Video-Ästhetik
Für Filmemacher und Hybrid-Shooter bietet das Objektiv einen cineastischen Look, der sich von klinisch scharfen modernen Optiken abhebt. Die langsamere manuelle Fokussierung ist ein Vorteil für kontrollierte Fokusverschiebungen, besonders wenn Sie ein einfaches Gummi- oder 3D-gedrucktes Fokusrad hinzufügen. In Kombination mit einer Farbkorrektur im Vintage-Stil kann es eine stimmige, filmische Ästhetik für Musikvideos, Kurzfilme oder B‑Roll-Sequenzen liefern.
Moderne Techniken und Adaptertipps
Adapter auswählen und verwenden
Eine der größten Stärken des M42-Gewindes ist, wie einfach es sich an moderne spiegellose Systeme anpasst. Egal ob Sie Sony E, Canon RF, Nikon Z oder Fuji X verwenden, ein günstiger M42-zu-Bajonett-Adapter bringt dieses Objektiv in Ihren zeitgemäßen Workflow. Für Video hilft ein enger Adapter-Sitz, Mikro-Wackeln zu vermeiden, das bei Fokusfahrten einen Shot ruinieren kann.
- ✅ Wählen Sie einen soliden M42-zu-Bajonett-Adapter mit festem Sitz.
- ✅ Verwenden Sie In-Body-Stabilisierung oder Stativ für Teleobjektivkontrolle.
- ✅ Fügen Sie ein Fokusrad für sanfte Video-Fokusfahrten hinzu.
- ✅ Experimentieren Sie mit f/2.8 für weiche, verträumte Porträts.
- ✅ Objektiv vor der Adaptierung für beste optische Klarheit reinigen.
- ✅ Blendenlamellen auf freie Bewegung prüfen.
- ✅ Fokusring auf gleichmäßige Drehung prüfen.
- ✅ Optik unter Licht auf Dunst oder Pilzbefall untersuchen.
- ✅ Gewinde des Bajonetts auf Verschleiß prüfen.
- ✅ Serienpräfix für Qualitätsversionen bestätigen.
Fokussierung und Belichtung im digitalen Zeitalter
Bei modernen Kameras ist das Vivitar 135mm vollständig manuell: Sie stellen die Blende am Objektiv ein und fokussieren manuell. Glücklicherweise machen Fokus-Peaking, vergrößerte Live-Ansicht und kamerainterne Stabilisierung den Prozess viel einfacher als in der Filmzeit. Viele Kreative schätzen dieses langsamere Tempo und finden, dass manuelles Fokussieren ihnen hilft, bewusster mit Bildausschnitt und Timing umzugehen.
Tipps für den Gebrauchtkauf
Was bei einem gebrauchten Vivitar 135mm f/2.8 zu prüfen ist
Da diese Objektive mehrere Jahrzehnte alt sind, ist eine sorgfältige Inspektion entscheidend, um ein gutes Exemplar zu erhalten. Viele Exemplare haben in Kamerataschen, Dachböden und Kellern gelebt, daher kann der Zustand stark variieren.
Beginnen Sie mit der Optik: Schauen Sie durch das Objektiv gegen eine helle, gleichmäßige Lichtquelle. Ein wenig Staub ist normal, aber achten Sie auf Dunst, Pilzbefall oder Trennungen, die den Kontrast deutlich verringern können. Überprüfen Sie als Nächstes, ob sich die Blendenlamellen frei bewegen und zwischen den Einstellungen gleichmäßig einrasten und ob sie frei von Öl oder Rückständen sind.
Drehen Sie den Fokusring durch seinen gesamten Bereich. Er sollte sich glatt und gleichmäßig anfühlen, ohne Schleifen, Totstellen oder erhebliches Spiel. Überprüfen Sie abschließend die M42-Gewinde: Sie sollten sauber sein, ohne Querschneidenschäden, die die sichere Befestigung des Objektivs mit einem Adapter beeinträchtigen könnten.
Kosmetik vs. Leistung
Geringe Lackabnutzung, kleine Kratzer am Tubus oder Abnutzung an den Kanten sind üblich und beeinträchtigen die Leistung selten. In vielen Fällen zeigen diese kosmetischen Spuren einfach, dass das Objektiv benutzt und geschätzt wurde. Es ist viel besser, eine kosmetisch abgenutzte Version mit sauberem Glas und geschmeidiger Mechanik zu wählen als ein makellos aussehendes Objektiv, das interne Probleme verbirgt.
Warum das Vivitar 135mm heute noch wichtig ist
In einem Zeitalter von ultraschnellem Autofokus und klinischer Schärfe sticht das Vivitar 135mm f/2.8 M42 als Erinnerung hervor, dass Charakter genauso wichtig ist wie technische Perfektion. Es bietet Fotografen und Filmemachern eine erschwingliche Möglichkeit, manuelles Fokussieren zu erkunden, die Sprache des Lichts zu lernen und ihrer Arbeit eine unverwechselbare, analoge Handschrift zu verleihen.
Für nachhaltige Fotografen verlängert der Kauf eines klassischen Objektivs wie diesem gebraucht die Lebensdauer vorhandener Ausrüstung, anstatt sie auf die Müllhalde zu schicken. In Kombination mit einem modernen digitalen Gehäuse – oder sogar gepaart mit einer restaurierten Filmkamera aus unseren Analogkameras- oder Videokameras-Kollektionen – wird es Teil einer kreislauforientierten, bewussteren Art der Bildgestaltung.
Egal, ob Sie Ihr erstes Vintage-Set zusammenstellen oder ein markantes Teleobjektiv zu einer bestehenden Sammlung hinzufügen – das Vivitar 135mm f/2.8 M42 verdient einen Platz auf Ihrer engeren Auswahl.
FAQs
Ist das Vivitar 135mm f/2.8 ein gutes Objektiv für Porträts? Ja. Seine kurze Telebrennweite und die f/2.8-Blende erzeugen eine natürliche Freistellung des Motivs, sanfte Kompression und schmeichelhafte Porträts mit weichem Hintergrundunschärfe.
Kann ich das Vivitar 135mm M42 an meiner spiegellosen Kamera verwenden? Ja. Mit einem preiswerten M42-zu-Bajonett-Adapter für Sony, Canon, Nikon oder Fuji Spiegellose Systeme funktioniert es gut im komplett manuellen Modus mit Fokus-Peaking und Belichtungshilfen.
Was sollte ich vor dem Kauf dieses Objektivs gebraucht überprüfen? Prüfen Sie das Glas auf Trübung oder Pilzbefall, stellen Sie sicher, dass die Blendenlamellen frei bewegen und trocken bleiben, und bestätigen Sie, dass der Fokusring sich glatt über den gesamten Bereich drehen lässt. Leichte kosmetische Gebrauchsspuren sind in der Regel kein Problem.
Warum sollte man das Vivitar 135mm einem modernen Autofokus-Objektiv vorziehen? Es bietet Vintage-Charakter, taktile manuelle Steuerung und eine unverwechselbare Wiedergabe zu einem Bruchteil des Preises moderner Autofokus-Teleobjektive – perfekt für Kreative, die einen einzigartigen Look und ein intensiveres Aufnahmeerlebnis suchen.
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